Radius: 10 km

shiva

An der Friedlandstraße in Wurfweite des Marschiertors gibt es seit ein paar Monaten ein neues Highlight für Liebhaber der indischen Küche: Das shiva. 

Und weil die Webseite des Restaurants nicht allzu viel preisgibt, tun wir das jetzt hier. ;-) Die indische Küche lebt von den verschiedenen Mischungen gemahlener Gewürze, die angeröstet zwischen mild und (für den überwiegenden Anteil der Mitteleuropäer) brutal scharf variieren können. Ich habe mich im shiva an Gerichte gehalten, die in der Karte mit einer roten Chili gekennzeichnet waren - und das war vollkommen ausreichend - ich würde nächstes Mal sogar mal etwas Milderes ausprobieren.
Aber zurück auf Anfang: das shiva ist von außen in einem schönen Dunkelrot gestrichen und ist ziemlich schmal, teilt es sich doch das Erdgeschoss mit dem Eingang des Hotel Hesse. Erst, wenn man tiefer hinein und an der Theke vorbei geht, gibt es einen größeren Raum, in dem man auch schon mal Tische für Gruppen zusammenschieben kann.
Dieser Raum war an einem Samstag, an dem wir nicht reserviert hatten, brechend voll. Trotzdem bekamen wir einen Platz. Leider war nur eine Servicekraft definitiv zuwenig, obwohl sie von der Inhaberin tatkräftig unterstützt wurde. Gerade dem Getränkeumsatz hätte es bei derart würzigem Essen bestimmt nicht geschadet... *röchel* ;-)

Das duftende und teilweise in Pfännchen brutzelnde Essen kam über einen Speisenaufzug aus einer anderen Etage und wir konnten wunderbar die Vielfalt der Karte erleben, die an uns vorbei gefahren wurde, während wir uns mit Papadums (dünnen ölgebackenen Brot"chips") und diversen unterschiedlich scharfen Dips amüsierten.

Der Beginn war vielversprechend!
Jetzt muss man dazu sagen, dass die Indische Küche nicht von viel frischem Gemüse lebt, sondern eher von Marinaden, hohen Temperaturen und geschmorten Gewürzpulvern. Es ist also nicht mit Thaicurries oder der Kräutervielfalt der Vietnamesischen Küche zu vergleichen, aber sie ist extrem komplex und baut auf das Zusammenspiel von Scharf, Bitter, Süß und Cremig. Wer es das erste Mal ausprobiert, ist bestimmt mit einem Joghurtgetränk ("Lassi") als Begleiter zum Essen gut beraten. ;-)

Der Koch im shiva beherrscht den Umgang mit den hohen Gartemperaturen: Mein Hühnchen war innen saftig und die Spinatsauce sehr gut abgeschmeckt. Der Klassiker "Palak Paneer" meines Begleiters war auch der bisher beste in Aachen. Dieses Gericht aus hausgemachtem Käse in Spinatsauce kann ich jedem Vegetarier ans Herz legen:  Der frittierte Paneer (Käse) ist nicht zu vergleichen mit Tofu. 

Alles in Allem ist das Shiva sehr zu empfehlen.
Es ist nicht riesig und es ist wahrscheinlich momentan noch eher ein Geheimtipp, also denkt ans Reservieren!
Das Ambiente ist jetzt nicht das ganz große Bollywood, aber man hat sich Mühe gegeben, eine Indische Aura zu erzeugen, die zweckmäßig für die Arbeit in einem kleinen Restaurant mit baulichen Herausforderungen ist.

Achja: Am Ende jeder Mahlzeit gibt es eine dragierte Fenchel-, Anis- und Koriandersamen-Mischung, die nochmal alle Geschmacksnerven testet und über Stunden frischen Atem gibt. :-)

Also: HIN!

Aber nicht, wenn ich da einen Tisch haben will. :-D

Hier nochmal die Homepage mit immer aktueller Adresse und Öffnungszeiten.
Shiva Aachen - Friedlandstraße 20 - 52064 Aachen

 

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