Radius: 10 km

2. Aachener Street Food Event

Auch der Aachener Petrus brauchte zwei Versuche, um das Wetter zum Aachener Street Food Event perfekt zu bekommen. ;-)
20150830_142206Er mag vielleicht ein wenig über das Ziel hinaus geschossen sein, aber 30 Grad sind allemal besser für die Stimmung als der Nieselregen Ende Juli (Ihr erinnert Euch vielleicht).

 

Hatte man im Juli bei langen und feuchten Warteschlangen irgendwann den Nacken nass und die Nerven blank, waren diesmal auf beiden Seiten der Theke lachende Menschen zu finden. Es machte Spaß, sich durch die Köstlichkeiten zu probieren, was diesmal leichter fiel, weil z.B. die Sandwitch jedes Baguette auch halbiert anbot und freundliche Asiatinnen wie auch charmante Holländer die Menschen in den Gängen anhielten, um ihnen kostenlose Probierhäppchen zu kredenzen. Viele Stände hatten Musik dabei und es gab auch viel mehr Sitzbänke unter Pavillons als beim ersten Mal.

20150830_143827Ich habe ja innerlich das Aufstellen von Passanten-Stoppern gefeiert. Groß und bunt stand dort drauf, was die jeweiligen Stände bruzzelten und frickelten. Sehr sinnvoll, denn bei 30 Grad war wohl nur den wenigsten nach Drängeln mit anderen Kurzsichtigen vor den Ständen...

Wir aßen uns von Vegan bis zum Nachtisch durch.

20150830_142911Vegan war z.B. das Jambalaya von Corinna Colditz im Miteinander-Truck mit großen Sojaschnetzeln. Es ist mutig, ein Gericht, das traditionell viel Fleisch, Wurst und Seafood enthält, vegan anzubieten, aber es war wirklich lecker und es "fehlte" ihm an nichts.  Zu zweit war die Portion für 4,-€ eine leckere Zwischenmahlzeit - oder ein solider "Starter". ;-)
20150830_150619Bei der "Die Sandwitch" aus Kerpen holten wir dann ein halbes Baguette mit Chicken. Schön ausbalanciert mit cremigem Kräuterfrischkäse, leichtem Senfdressing, Huhn, Salat und Tomaten war die halbe Portion durch zwei die richtige Menge. Es war ja noch zu früh zum Satt-Sein. ;-) Sehr wohltuend waren die vielen Getränke-Stände, die allesamt von Lennet-Bier waren. Aber auch, wenn die Verkäufer ihr Bestes taten, uns vom handgestreichelten Bier zu überzeugen, blieben wir lieber (hipster-mäßig ;-)) bei der Rhabarberlimo von Proviant Berlin (für 2,50€/Flasche).

20150830_151305Was bei schönem Wetter auch wirklich gut ankam: die Trucks hatten größtenteils liebevolle Außendeko dabei. Ob sie das allerdings bei Regen auch alles aufgebaut hätten, wage ich zu bezweifeln. Ist aber auch egal, denn dass so ein Event mit dem Wetter steht und fällt, ist logisch. Da bin ich auch nicht böse, dass der Eintritt wieder 3 € kostete, denn es besteht ja schon ein Risiko für den Veranstalter, am Ende eines regnerischen Wochenendes auf den Kosten für die Infrastruktur und Personal sitzen zu bleiben, wenn die überwiegenden Foodtruck-Startups auch nichts abfangen können.
20150830_152019Und nun weiter im Speiseplan:
der Surf & Turf-Burger von Fish-Art in Kopenhagen: Saftiges (medium gebratenes) Patty in Sauerteig-Brötchen mit großen glasig gebratenen Garnelen und Whisky-Zwiebeln!  Ich persönlich fand das Sauerteigbrötchen unnötig, da mir Anis als Brotgewürz nicht liegt. Aber: handgemachte Brötchen sind natürlich ein wirkliches Qualitätsmerkmal. Ob wohl noch etwas von den genialen Whisky-Zwiebeln da ist? ;-)

20150830_154642Ja, der Insekten-Koch war auch wieder da und ja, es gab auch wieder Mehlwürmer, Grillen & Co. Aber ganz ehrlich: Ich sah mehrere Menschen, die ihre halbvollen Schälchen in die Mülleimer entsorgten. Das musste also nicht nur für mich nicht sein. Und nein, das hat bei mir nichts mit Ekel zu tun. Nur nicht mit Genuss. Ich esse ja auch nicht immer die meist gut gewürzten Garnelenpanzer mit, 20150830_140640-1obwohl ich es könnte. Mir war der hüpfende Grashüpfer so auf meiner Tasche lieber: ;-)

Ihr merkt schon: es klingt dieses Mal ganz anders als meine Kritik beim letzten Mal. Das liegt vor allem daran, dass der Veranstalter fast alle meine Kritikpunkte abgestellt hat und sich sogar im Vorfeld die Mühe gemacht hat, auf Facebook die einzelnen Aussteller und ihre Spezialitäten vorzustellen. Wenn er es jetzt noch schafft, dass es auf Facebook nicht immer zwei Events (eins als "soundsovieltes Street Food Event in Aachen " und eins als "soundsovieltes Aachener Street Food Festival") gibt, gibt es auch da eine eindeutige und für jeden nachvollziehbare Linie.

Die Aufteilung des Platzes habe ich zwar immer noch nicht verstanden, aber das hängt wohl mit der gemieteten Fläche zusammen: Barrierefrei ist jedenfalls anders - und eigentlich wäre das auf einem großen platten Platz doch keine Herausforderung.

Abschließend kann ich nur sagen: Mit viel Wasser konnte ich meine Pfoten auch wieder von meiner oberlekkeren Stroopwafel von Stroopz trennen, um das hier für Euch zu tippen. Das war gar nicht so leicht. :-D

Alles wird gut - und die Stände, die ich diesmal hier nicht außerordentlich lobte, besuche ich beim nächsten Mal. Was könnt Ihr da empfehlen? Unsere Seite hat auch eine Kommentarfunktion. ;-)

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